Zeugdruck

Zeugdruck

Zeugdruck, örtliche oder topische Färberei, die Herstellung farbiger Muster auf Geweben durch Aufdrucken. Beim Klotz- oder Modeldruck, der ältesten und einfachsten Art, wird das Muster auf einem Holzklotz eingeschnitten und dem Gewebe mit der Hand aufgedruckt. Im Großbetrieb verwendet man Druckmaschinen. Die Plattendruckmaschinen oder Perrotinen (nach ihrem Erfinder Perrot in Rouen benannt) arbeiten mit flachen Holzformen, auf denen das Muster in Messinglinien hervorragt, die Walzendruckmaschinen mit vertieft gravierten Metallwalzen. Beim Tafeldruck werden die Farben direkt aufgedruckt; im andern Falle werden die Zeuge zunächst nur mit Beize (s.d.) bedruckt, darauf fixiert und getrocknet und dann in die Farbebrühe gebracht, wobei die Farben nur an den gebeizten Stellen haften, während sie aus dem übrigen Zeug durch schwaches Bleichen (Buntbleiche) wieder entfernt werden. Besondere Arten des Z. sind: Animalisieren (s. Animalisation), Bandanadruck (s.d.), Battickdruck (s.d.), Berilldruck (s.d.), Fayencedruck (s.d.).


http://www.zeno.org/Brockhaus-1911. 1911.

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  • Zeugdruck [1] — Zeugdruck bezweckt die farbige Gestaltung von Geweben in einer den Erzeugnissen der Buntweberei ähnlichen Wirkungsweise mittels ein oder mehrfacher, durch das beabsichtigte Muster bestimmter und begrenzter Färbung und erfordert das Zusammenwirken …   Lexikon der gesamten Technik

  • Zeugdruck [2] — Zeugdruck, photographischer. – Auf Zeugen oder Stoffen wird mittels tief gravierter Kupferwalzen mit wässerigen Farben unter Zusatz von Eiweiß u.s.w. gedruckt und die Druckfarbe durch Erhitzen fixiert. Solche Walzen müssen tiefer graviert… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Zeugdruck — Zeugdruck, die Kunst Gewebe oder Zeuge mit farbigen Mustern zu versehen. Der echte Z. ist ein Zweig der Färberei (s. d.), bei dem eine Farbe nach der andern aufgetragen werden muß; bei der unechten (Tafeldruck) werden die Muster entweder durch… …   Herders Conversations-Lexikon

  • Zeugdruck — Zeug|druck 〈m. 1〉 Textildruck, Druck farbiger Muster auf Gewebe * * * Zeugdruck,   frühere Bezeichnung für Textildruck. * * * Zeug|druck, der <Pl. e> (Textilind.): 1. <o. Pl.> Stoffdruck. 2. Gewebe, das durch Stoffdruck gemustert… …   Universal-Lexikon

  • Zeugdruck — Ein Zeugmacher (auch Zeugwürker oder Zeugwirker) ist eine alte Berufsbezeichnung eines Tuchmachers, der aus gekämmter Schafwolle leichte Stoffe herstellte. Bei der Erzeugung der Tuche wurde in früheren Jahrhunderten unterschieden nach Ursprung… …   Deutsch Wikipedia

  • Zeugdruck — Zeug|druck Plural ...drucke (gefärbter Stoff) …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Alizarinfarbstoffe — Alizarinfarbstoffe. Unter Alizarinfarbstoffen oder Alizarinfarben versieht der theoretische Chemiker etwas andres als der empirische Färber. Ersterer wird als solche zunächst nur die für sich allein oder als Gemenge in den verschiedenen… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Manganmonooxid — Kristallstruktur Mn2+      O2 Allgemeines Name …   Deutsch Wikipedia

  • Manganmonoxid — Kristallstruktur Mn2+      O2 Allgemeines Name …   Deutsch Wikipedia

  • Manganoxidul — Kristallstruktur Mn2+      O2 Allgemeines Name …   Deutsch Wikipedia

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